Bestattungsvorsorge

Was ist eine Bestattungsvorsorge?

Mit einer Bestattungsvorsorge können Sie schon zu Lebzeiten Ihre Wünsche bezüglich der eigenen Beerdigung festhalten und auch für die anfallenden Kosten Vorsorge treffen. Dabei gibt es einerseits die Möglichkeit mit einem Bestatter zusammenzuarbeiten oder für die Deckung der Bestattungskosten eine Sterbegeldversicherung abzuschließen.

Bei Bestattungen gibt es nicht nur regional große Unterschiede, auch ändern sich die Vorstellungen hinsichtlich der Beisetzung immer wieder im Laufe der Zeit. Die meisten Menschen verbinden mit den Gedanken an Bestattungen aber ganz eigene Ansprüche.

 

Umso wichtiger ist es, Wünsche bezüglich der eigenen Beerdigung schon frühzeitig festzuhalten. Zudem sollte die Finanzierung geklärt werden. Wer seine Angehörigen nicht zusätzlich mit diesen wichtigen Entscheidungen belasten möchte und auch keine Kompromisse eingehen will, hat mehrere Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge.

 

Bestattungsverfügung / Scenarium

Für viele Menschen ist der Tod ein schwieriges Thema. Deshalb wird in vielen Familien auch nicht über die eigenen Wünsche hinsichtlich der Bestattung gesprochen. Vielmehr entscheiden sich zahlreiche Menschen dazu, ihre Wünsche schriftlich festzuhalten, in der Hoffnung, dass ihre Angehörigen und Erben diese respektieren und befolgen. Geschieht dies innerhalb des Testaments, ergeben sich aber zum Teil Probleme. Einerseits wird die Bestattung nicht zwingend auch von den Erben organisiert. Andererseits wird das Testament zuweilen erst nach die Beerdigung geöffnet – selbst wenn die Erben den Wünschen des Verstorbenen entsprechen wollen, ist es dafür dann manchmal schon zu spät.

Deshalb ist es ratsam, eine Bestattungsverfügung / Scenarium zu erstellen. Diese enthält neben Angaben zur Art der Bestattung (Erd-, Feuer- oder Seebestattung) auch Regelungen zur Gestaltung des Grabsteins oder aber den Ablauf der Trauerfeier.

 

Bestattungspflichtige

Die Bestattungspflicht geht in Deutschland bis in die Zeit des Mittelalters zurück. In der Regel sind die nächsten Angehörigen zur Bestattung verpflichtet. In den meisten Fällen sind dies der Ehegatte oder Lebenspartner, Kinder und weitere Verwandte. Die Bestattungspflicht ist dabei unabhängig von der Erblage. Falls der Verstorbene keine Vorsorge, z. B. in Form eine Sterbegeldversicherung oder eines Testaments getroffen hat, sind die Angehörigen in der Pflicht. Da die Regelung der Bestattung in Deutschland Sache der Länder ist, ergeben sich zum Teil erhebliche Unterschiede darin, wer bestattungspflichtig ist.

 

Angehörige entlasten - Bestattungsvorsorge regeln.

Sterbegeldversicherung

Wer beispielsweise mittels einer Bestattungsverfügung die eigene Beerdigung genau geregelt oder aber die Wünsche mit den Angehörigen besprochen hat, kann mit einer Sterbegeldversicherung die Kosten der Bestattung absichern. Bei der Sterbegeldversicherung handelt es sich um eine spezielle Form der Kapitallebensversicherung. Das heißt: Der Versicherte zahlt in der Regel monatlich Beiträge in die Versicherung ein. Kommt es dann zum Leistungsfall – in diesem Fall dem Tod des Versicherungsnehmers –, wird die vereinbarte Versicherungssumme an die Begünstigten zur Deckung der Bestattungskosten ausgezahlt. Um eine geeignete Versicherungssumme festzulegen, sollte man sich vor Abschluss einer Sterbegeldversicherung über die zu erwartenden Kosten der jeweiligen Bestattung inklusive der Kosten für Grabpflege, Trauerredner, Steinmetz, etc. erkundigen. Denn viele Menschen unterschätzen die tatsächlichen Kosten einer Beerdigung.

 

Beispiel: Nordrhein-Westfalen

 

   Sargbestattung   Urnenbestattung 
 Baumbestattung 
Stadt von bis von bis  
Bielefeld 716 3505 1013 1783 1375
Bochum 2272 4495 1551 2460 3186
Bonn 2818 3111 775 1894 818
Dortmund 2544 3436 1274 2246 3160
Düsseldorf 1971 2586 1301 1917 2256
Duisburg 2051 2118 1493 1643 2660
Essen 2011 2752 1290 1616 2431
Köln 2612 3098 1611 2402 2069
Münster 1411 2426 640 1695 3405
Wuppertal 1826 2357 905 1322 n/a


Vorsorgevertrag

Viele Bestattungsunternehmen bieten mittlerweile Vorsorgeverträge an. Dabei handelt es sich um die Festlegung organisatorischer Details der Bestattung und gleichzeitig eine finanzielle Vorsorge. Der Verbraucher legt also zusammen mit dem jeweiligen Bestatter genau fest, wie die Beerdigung später aussehen soll – so etwa welcher Sarg gewünscht wird, wie sich der Ablauf der Trauerfeier gestalten soll, etc. Die Kosten dafür werden noch zu Lebzeiten gezahlt – das entlastet einerseits die Angehörigen finanziell und garantiert andererseits, dass den eigenen Wünschen Folge geleistet werden kann.
Wer einen Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsunternehmen abschließt, sollte unbedingt darauf achten, dass das Geld für die Bestattung auf einem Treuhandkonto liegt. So ist es bei einer Insolvenz des Bestattungsinstituts geschützt.

 

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